KPÖ Wien Favoriten
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Genossin Maria Musial starb am 2.April im 93. Lebensjahr

Die gelernte Friseuse Maria Musial leistete gemeinsam mit ihrem Mann unter dem Naziregime antifaschistische Widerstandsarbeit und wurde zu 6 Jahren und ihr Mann Ernst zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Nach der Befreiung und einigen Jahren glücklichen Familienlebens mußte Mizzi schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Ihr Mann Ernst erkrankte schwer und mußte 18 Jahre von ihr gepflegt werden und 2010 starb ihre Tochter Christa.

Trotz alledem, solange es ihr gesundheitlich möglich war, nahm sie an Aktivitäten der KPÖ-Favoriten teil und unterstützte den KZ-Verband, um das Andenken an die Opfer des Faschismus wach zu halten.

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Leopoldine SICKA

Sicka kam aus einer sozialdemokratischen Familie, besuchte die Grundschule in Wien Favoriten und arbeitete danach als Hilfsarbeiterin, später Monteurin. Sie war Jugendführerin und Funktionärin des KJV im 10., 11. und 12. Wiener Gemeindebezirk.

Sicka gehörte zur Gruppe „Soldatenrat“, die die von ihnen entworfene „Rußlandkarte“ an tausende Soldaten verschickte. Darin wird sehr einfach dem Betrachter vor Augen geführt, daß Hitler den Krieg gegen die Sowjetunion nicht gewinnen kann.

Am 5.6.1942 wurde Sicka verhaftet und blieb bis Oktober 1943 in den Kerkern des Wiener Gestapohauptquartiers am Morzinplatz.

Am 10.10.1943 zum Tode verurteilt, wurde sie, die 19jährige (!), im Wiener Landesgericht geköpft. Aus der Haft schmuggelte sie Grüße an ihre Verwandten und Kassiber, in denen sie ihre Hoffnung mitteilt, mit einer Zuchthausstrafe davonzukommen.

An ihrem Wohnhaus in Wien 10, Quellenstraße 33 ist eine Gedenktafel angebracht.

Text: Alfred Klahr Gesellschaft Foto: KPÖ-Archiv

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